Bauleitung und Umbau in Dietikon: Kernsanierung an der Schützenstrasse 23

Bauleitung und Umbau in Dietikon: Kernsanierung an der Schützenstrasse 23

Ein Gebäude mit Geschichte
Die Liegenschaft an der Schützenstrasse 23 in Dietikon stammt aus dem Jahr 1956 und wurde über viele Jahrzehnte nur punktuell modernisiert. Von aussen wirkte vieles noch solide, doch wie bei älteren Wohnhäusern üblich, zeigt sich der tatsächliche Zustand erst bei einer gründlichen Untersuchung. Aus diesem Grund wurde vor dem Baustart eine ausführliche Zustandsanalyse erstellt. Der daraus entstandene vierzehnseitige Bericht hielt anhand zahlreicher Fotos und eines Ampelsystems fest, welche Bauteile noch in Ordnung sind und wo dringender Handlungsbedarf besteht. Diese Bestandsaufnahme bildete die Grundlage für die Planung der nun laufenden Kernsanierung.

Von der Analyse zum Sanierungsplan

Nach Auswertung der Zustandsanalyse war klar, dass es deutlich mehr braucht als nur Schönheitsreparaturen. Viele Bauteile hatten ihren Lebenszyklus überschritten, und die Gebäudetechnik entsprach nicht mehr aktuellen Standards. Die alte Ölheizung wird daher vollständig entfernt und das Gebäude an die Fernwärme Dietikon angeschlossen. Bereits bei den ersten Erdarbeiten zeigte sich ein typisches Sanierungsdetail: Eine Telekommunikationsleitung verlief direkt im geplanten Trassenbereich. Die Leitungsführung musste rasch angepasst werden, was dank enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen problemlos umgesetzt werden konnte.

 

Asbest: Versteckte Altlasten

Ein weiterer wichtiger Punkt zeigte sich bei den vorbereitenden Untersuchungen im Innenbereich. In mehreren Räumen, insbesondere in den Badezimmern und an vereinzelten Unterlagsböden, wurde Asbest festgestellt, ein typisches Thema bei Gebäuden dieser Baujahre. Da der Umgang damit streng geregelt ist, wurde ein spezialisiertes Rückbauunternehmen beigezogen. Der Abbruch erfolgte unter geschützten Bedingungen, inklusive Absperrungen, Unterdruckhaltung und fachgerechter Entsorgung. Die Arbeiten liefen kontrolliert ab, sodass der Zeitplan nur minimal beeinflusst wurde. Solche Funde sind zwar unerfreulich, aber bei diesen Gebäuden keineswegs ungewöhnlich und bei professioneller Abwicklung gut lösbar.

 

Komplettsanierung der Abwasserleitungen

Ein Schwerpunkt der Sanierung betrifft die Abwasserleitungen. Die alten Gussleitungen wiesen innen deutliche Korrosion und starke Ablagerungen auf. Beim Öffnen des ersten Fallstrangs zeigte sich sogar, dass der Durchmesser an gewissen Stellen nur noch halb so gross war wie ursprünglich. Beim Ausbau musste sehr vorsichtig gearbeitet werden, da ein Heraustrennen „am Stück“ zu Erschütterungen in der Bausubstanz hätte führen können. Stattdessen wurden die Leitungen in mehreren Etappen entfernt. In einer der Wohnungen führte ein Fallstrang zudem ungewöhnlich eng an einer später eingebauten Trockenbauwand vorbei, was zusätzlichen Anpassungsaufwand verursachte. Solche Funde gehören bei Sanierungen von Gebäuden mit wechselvoller Umbaugeschichte fast schon zum Alltag.

 

Modernisierung der Badezimmer

Ein grosser Teil der Sanierung betrifft die Nasszellen. Sämtliche Badezimmer werden komplett erneuert. Die bisherigen Badewannen werden in allen Wohnungen entfernt und durch moderne, ebenerdige Duschen ersetzt. Gleichzeitig erhält jede Wohnung ihre eigene Waschmaschine und einen Tumbler, wodurch der Komfort für die Bewohnerinnen und Bewohner deutlich steigt. Auch die Wand- und Bodenplatten werden vollständig ersetzt. Dabei zeigte sich an mehreren Stellen, dass sich unter den alten Platten Feuchtigkeit gesammelt hatte – ein weiteres Beispiel dafür, wie wichtig eine vollständige Erneuerung in Altbauten ist. Durch die Kombination aus neuer Abdichtung, moderner Sanitärinstallation und neuen Platten entsteht in jedem Badezimmer ein zeitgemässer, pflegeleichter und langlebiger Zustand.

 

Innenräume: Küchen, Malerarbeiten und Bodenaufbau

Auch in den Wohn- und Schlafbereichen finden umfassende Erneuerungen statt. Alle Wände werden neu gestrichen, was nicht nur optisch viel ausmacht, sondern auch alte Farbschichten ersetzt, die teilweise über viele Jahre Feuchtigkeit festgehalten hatten. In einer der oberen Wohnungen wurden beim Entfernen der Sockelleisten leichte Stockflecken entdeckt, die zuvor hinter Möbeln verborgen waren. Durch die neue Wandbehandlung und besser ausgeführte Bauanschlüsse kann das Problem dauerhaft gelöst werden.

Die Küchen werden vollständig ersetzt und von einer lokalen Schreinerei individuell gefertigt. Bei Gebäuden aus den 1950er-Jahren sind Wände selten exakt lotrecht, weshalb Massanfertigungen oft besser passen als Standardlösungen. Beim Abbau einer alten Küche kam ein improvisierter Elektroanschluss aus einer früheren Renovationsphase zum Vorschein, der nun korrigiert werden konnte. Auch die Böden werden komplett überarbeitet: In den meisten Räumen entsteht ein neuer Vinylboden, während alter Parkett sorgfältig abgeschliffen und neu versiegelt wird. 

 

Aussenbereich und Beschattung

Der Sitzplatz der Erdgeschosswohnung erhält neue Platten, was den Aussenbereich deutlich aufwertet. Alle Sonnenstoren des Gebäudes werden durch neue Modelle ersetzt, die leichter zu bedienen sind und besseren Hitzeschutz bieten. Da die alten Markisen teilweise schwer liefen oder bereits ausgeblichen waren, ergibt sich hier ein klarer Qualitätsgewinn.

 

Regionale Handwerksbetriebe im Einsatz

Ein Grossteil der Arbeiten wird von lokalen Kleinunternehmen aus der Region Dietikon ausgeführt. Die kurzen Wege und die unkomplizierte Abstimmung wirken sich positiv auf die Bauzeit und Qualität aus. Ein Beispiel dafür zeigte sich bei einer kurzfristigen Anpassung der Sanitärinstallation, bei der der Bodenleger, der Sanitärinstallateur und die Bauleitung innert Stunden eine Lösung fanden, um einen Anschluss an die neue Duschwanne korrekt zu führen. Solche spontane Koordination ist nur möglich, wenn alle Gewerke eng zusammenarbeiten und räumlich nahe sind.

 

Zeitplan und Zwischenfazit

Die Sanierungsarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Oktober 2026 an, der vollständige Abschluss ist für November 2026 geplant. Eine Kernsanierung dieser Grösse verlangt eine präzise Koordination aller Arbeiten sowie genügend Flexibilität, um auf unvorhergesehene Befunde, wie etwa den Asbest oder die stark zugesetzten Gussleitungen, angemessen reagieren zu können. Bislang verläuft das Projekt kontrolliert, transparent und ohne grössere Verzögerungen. Die Bauherrschaft zeigt sich zufrieden mit dem Fortschritt und dem Umgang mit den verschiedenen Herausforderungen, die ein Gebäude aus dieser Zeit naturgemäss mit sich bringt.

 

Wenn Sie selbst einen Umbau oder eine Sanierung planen und dabei eine verlässliche Bauleitung wünschen, können Sie gerne Kontakt mit der Rohrdorferberg-Mutschellen Immobilien AG aufnehmen. Wir begleiten Projekte sorgfältig, transparent und praxisnah.

Dokumente zum Download

News Beiträge

Hier finden Sie unsere aktuellen News Beiträge rund um Ihre Liegenschaft

Wir freuen uns sehr, ab dem 5. Januar 2026 Upeksha Bieri als neue Immobilienbuchhalterin in unserem Team begrüssen zu dürfen. Bereits im November und Dezember 2025 wird sie erste Buchhaltungsaufgaben übernehmen, um einen reibungslosen Einstieg sicherzustellen und unsere Prozesse früh kennenzulernen.
Ein Gebäude mit Geschichte
Die Liegenschaft an der Schützenstrasse 23 in Dietikon stammt aus dem Jahr 1956 und wurde über viele Jahrzehnte nur punktuell modernisiert. Von aussen wirkte vieles noch solide, doch wie bei älteren Wohnhäusern üblich, zeigt sich der tatsächliche Zustand erst bei einer gründlichen Untersuchung. Aus diesem Grund wurde vor dem Baustart eine ausführliche Zustandsanalyse erstellt. Der daraus entstandene vierzehnseitige Bericht hielt anhand zahlreicher Fotos und eines Ampelsystems fest, welche Bauteile noch in Ordnung sind und wo dringender Handlungsbedarf besteht. Diese Bestandsaufnahme bildete die Grundlage für die Planung der nun laufenden Kernsanierung.
Mitten im beliebten Zürcher Quartier Höngg wurde einem geschichtsträchtigen Ort neues Leben eingehaucht: Das ehemalige Gasthaus „Zur Rose“, über Jahrzehnte hinweg ein kulinarischer Treffpunkt und Ort gesellschaftlicher Begegnungen, wurde in ein modernes Wohnhaus mit vier hochwertigen Eigentumswohnungen umgebaut. Die Transformation dieser Liegenschaft an der Limmattalstrasse 159 verbindet Tradition mit moderner Wohnqualität, ein Paradebeispiel für die gelungene Umnutzung historischer Bausubstanz.